Nachwuchs-Manager in Wuxi

Die MBA-Studierenden des Campus of Finance vor der Bosch-Niederlassung im chinesischen Wuxi

NÜRTINGEN. (hfwu) Studierende des MBA-Programms „Management and Finance/ Real Estate“ an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Nürtingen führte jetzt eine Studienfahrt zu einer Bosch-Tochterfirma in die Wirtschaftsregion Shanghai. Die Studierenden informierten sich über die besonderen unternehmerischen und kulturellen  Herausforderungen des Standortes China.

Beim Besuch der Produktionsstätten der Bosch Automotive Diesel Systems Holding Co., Ltd. in der Stadt Wuxi hatten die MBA-Studierenden Gelegenheit, mit der Geschäftsleitung des Bosch-Tochterunternehmens spezifische Herausforderungen des Standortes China und die Wahrnehmung kultureller Besonderheiten aus dem Blickwinkel deutscher Führungskräfte zu diskutieren. Bosch hat das Unternehmen in der Provinz Jiangsu bereits 2004 vor dem Hintergrund einer steigenden Nachfrage nach Dieselfahrzeugen gegründet. Galt vor wenigen Jahren der Besuch fremder Länder und Kulturen häufig noch als ein „Blick über den Tellerrand“, so standen beim aktuellen Besuch der MBA-Studierenden die oft engen internationalen Verflechtungen des eigenen Unternehmens oder konkrete Geschäftsbeziehungen im Fokus des Interesses.

Neben der Bosch-Dependance in Wuxi besuchten die Studierenden die international tätige Großbank HSBC und Niederlassungen mittelständischer Unternehmen aus dem Großraum Stuttgart. Kontakte zu chinesischen Universitäten, der Besuch von Technologieparks und Gespräche mit Vertretern einer Stadtteilregierung und mit Kommunen der Region Shanghai ergänzten das Programm.

Das rege Interesse vonseiten der chinesischen Partner an der deutschen MBA-Delegation zeigte sich auch daran, dass die Leiter der Studienfahrt, Dr. Uwe Reese, Geschäftsführer von EIPOS, einem Institut an der TU Dresden, und Prof. Dr. Kurt Maier, Direktor des Institutes Campus of Finance an der HfWU in Nürtingen, vom Oberbürgermeister der Stadt Wuxi zu einem Meinungsaustausch hinsichtlich möglicher gemeinsamer Projekte empfangen wurden.

„Bei einem herkömmlichen Masterstudium stehen die Vermittlung von Fachwissen und die Methodenkompetenz im Vordergrund“, erläutert Studiendekan Prof. Dr. Maier die Bedeutung der „Study Tour“. Bei der Ausbildung von potenziellen Führungskräften nähmen dagegen die Sozialkompetenz, die Persönlichkeitsentwicklung und die Förderung der kulturellen Weitsicht der Teilnehmer einen großen Raum ein. „Ganz konkret geht es in unserem MBA darum, dass die Manager die Unterschiede im Wertesystem des Westens und des Ostens konkret erleben“, so Maier mit Blick auf die MBA-Studienreisen nach China und in die USA. Die Studienfahrten sind fester Bestandteile des MBA-Programms. Im Herbst vergangenen Jahres stand Kalifornien und das Silicon Valley auf dem Programm.

Die Veranstalter der MBA-Programme „Management and Finance“ und „Management and Real Estate“ blicken auf eine fünfzehnjährige Erfahrung und Expertise auf dem Gebiet der akademischen und beruflichen Weiterbildung zurück. Die Teilnehmer, die unterschiedliche Disziplinen vertreten, profitieren von dem dichten Netzwerk aller Beteiligten und von einem beachtlichen Stamm von eigenen MBA-Alumni. Im Oktober startet bereits der 12. Kurs der Programme. In monatlichen Abständen finden am Institut Campus of Finance in Nürtingen Informationsabende statt, bei denen sich Interessierte über die Programme informieren können. Nähere Informationen unter:
www.MBA-Studiengang.de